linthwerk-01-05

Leitbild «Linthwerk 2100»

Die interkantonale Vereinbarung über das Linthwerk vom 1. Januar 2004 regelt sowohl 
die Aufgaben als auch die Kompetenzen der Linthkommission und der Linthverwaltung.

1998 – 2013 erfolgte mit der Planung und Umsetzung des Projekts «Hochwasserschutz Linth 2000» die erste Gesamtsanierung des Linthwerks. Die Nutzungsdauer wurde auf 
100 Jahre festgelegt.

In diesem Zeitraum wird sich die Linthebene wirtschaftlich und gesellschaftlich weiterhin stark entwickeln. Nebst der Sicherstellung des Hochwasserschutzes wächst damit 
die Bedeutung des Linthwerks als Naherholungsgebiet und Erholungsraum für die 
Bevölkerung und die Besucher.

Mit dem vorliegenden Leitbild will die Linthkommission dieser Entwicklung Rechnung 
tragen und die Richtlinien für «Das Linthwerk 2100» bezüglich Ziele, Auftrag, Umsetzung und Rahmen langfristig festsetzen.

Regierungsrat Willi Haag
Präsident der Linthkommission

St. Gallen, 11. September 2015


Ziele

  • Das Linthwerk gilt als anerkannte, geschätzte und respektierte Institution und als 
eigenständiges Werk.
  • 
Das Linthwerk wird als Hochwasserschutz-Bauwerk wahrgenommen, das einwandfrei 
funktioniert und verlässlich ist.


Auftrag

  • Das Linthwerk ist vorrangig für die Erhaltung der Hochwassersicherheit im Einzugs
bereich vom Escher- und Linthkanal verantwortlich. Der Unterhalt, die Überwachung der Anlagen mit dem Jahressicherheitsbericht und die Notfallplanung haben oberste Priorität.
  • Das Linthwerk setzt sich als Werk- und Grundeigentümer aktiv für den Hochwasser
schutz ein.
  • Das Linthwerk sichert die Funktionstüchtigkeit seiner Anlagen. Es garantiert den 
langfristigen Erhalt der Infrastruktur.
  • 
Das Linthwerk berücksichtigt den Lebensraum für Tiere und Pflanzen und bewahrt den Erlebnisraum für die Menschen.
  • 
Das Linthwerk sichert aufgrund der absehbaren starken Siedlungsentwicklung der 
Linthebene seinen Raum vorausschauend und rechtzeitig.
  • Das Linthwerk ist Teil der koordinierten Siedlungs- und Landschaftsplanung in der 
ganzen Linthebene. Die Planung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Staatsebenen.


Umsetzung und Rahmen

  • Die bewährte Zusammensetzung der Linthkommission mit Exekutivmitgliedern aus 
den Konkordatskantonen wird beibehalten.
  • Der Linthingenieur wird in seiner Funktion als operativer Leiter (CEO) gestärkt, indem 
ihm der nötige politische Rückhalt gegeben wird.
  • Der Betrieb und Unterhalt des Linthwerks wird auf dem bisherigen Niveau mit zwei 
Linthaufsehern weitergeführt.
  • Zu den Gemeinden in der Linthebene wird eine institutionelle Verbindung aufgebaut 
und aktiv gepflegt.
  • Die externe Kommunikation wird als «Grundrauschen» etabliert und situativ durch 
professionelle Unterstützung verstärkt. Die Kommunikation wird als Traktandum 
bei jeder Linthkommissions-Sitzung mitgeführt und der Handlungsbedarf jeweils neu 
beurteilt.
  • 
Der Linthingenieur kann in eigener Kompetenz externe kommunikative Unterstützung 
anfordern und Medienmitteilungen zu Themen im Bereich Linthverwaltung in Auftrag geben.