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Links: Historischer Plan der Linthebene. Rechts: Hans Konrad Escher.

Hans Konrad Escher – Pionier an der Zeitenwende

Einflussreiche und engagierte Persönlichkeit

Der Zürcher Hans Konrad Escher (1767 – 1823) hat als grosse und vielseitige Persönlichkeit die Schweiz mitgestaltet und geprägt. Er war Staatsmann und Diplomat, Philosoph und Lehrer, Volks- und Staatswirtschaftler, Naturwissenschaftler, Alpinist und Landschaftszeichner. Als Menschenfreund setzte er sich engagiert für gemeinnützige Aufgaben ein. Seine Pioniertat der Linthkorrektion hat ihm den Ehrentitel «von der Linth» eingetragen.

Im Brennpunkt der Geschichte

Escher stammte aus einer begüterten Zürcher Kaufmannsfamilie. Die Leitung der väterlichen Seidenflor-Fabrik machte ihn später finanziell unabhängig. Durch Reisen und Studien in verschiedenen europäischen Ländern erwarb sich Escher eine umfassende Bildung. Die Philosophie der Aufklärung von Jean-Jacques Rousseau und Immanuel Kant prägten sein Denken und Handeln.

Geboren in die Zeit des «Ancien Régime», war der Republikaner bereits im Vorfeld der Helvetischen Revolution politisch aktiv. In der Helvetik (1798 – 1803) war er Präsident des gesetzgebenden Rates und Kriegsminister. Nach der napoleonischen Mediation und während der Restaurationszeit diente er bis zu seinem Tod in zürcherischen Staatsämtern. Escher war mit Regula von Orelli verheiratet und Vater von neun Kindern.

Die Linthunternehmung als Lebenswerk

1786 sah Hans Konrad Escher auf einer Reise als Kartograph und Zeichner erstmals die «morastige Gegend» an der Linth. Nach 1793 machte er sich mit dem Blick des Staatsmanns, Philosophen und Menschenfreunds intensiv an die Lösung der katastrophalen Verhältnisse. Seine Ziele waren die Rettung der Menschen vor der Verelendung und die Zähmung der Naturgewalten, die auch der Schifffahrt diente. Diese Aufgaben sollten für die im Entstehen begriffene Schweizer Nation ein Beispiel für Fortschritt und Gemeinsinn werden.

1804 reichte Hans Konrad Escher der Tagsatzung sein Projekt «Sumpfpack» ein. Von 1807 bis zu seinem Tod 1823 setzte er unter grossen persönlichen Opfern an der Spitze der Linthunternehmung dieses Pionierprojekt um.

Unser Vorfahr Hans Conrad Escher

Die Nachkommen melden sich zu Wort. PDF >