linthwerk-01-05

Medienmitteilung der Linthverwaltung

Soldaten-Unglück an der Linth: Gedenkstein wird ersetzt

1943 kamen bei einem Unglück an der Linth sechs Soldaten ums Leben. Ein Gedenkstein im Benkner Giessen erinnert daran. Aufgrund seines baufälligen Zustands wurde er diese Woche ersetzt. Die Linthverwaltung und die Gemeinde Benken tragen die Kosten je zur Hälfte.

Das Unglück ereignete sich am 27. Mai 1943 bei einem Übersetzungsmanöver. Angehörige der Kompanie I 82 übten an der Linth das Überqueren von Flussläufen. Sechs Soldaten fanden den Tod.

Nach dem Unglück wurden die Toten im Spital Uznach aufgebahrt und eingesargt. Die Betroffenheit in der Bevölkerung war gross, als sich zwei Tage später der Leichenzug durchs Uzner Städtchen zum Bahnhof bewegte. Von dort aus wurden fünf der sechs Opfer in ihre Heimatgemeinden überführt. Das sechste Opfer wurde erst ein halbes Jahr später bei der Grynau gefunden und geborgen.

Ein Gedenkstein im Benkner Giessen hält die Erinnerung an das tragische Unglück wach. Wind und Wetter haben ihm im Laufe der Jahre zugesetzt, weshalb er allmählich zerfiel. Diese Woche wurde er auf Initiative der Linthverwaltung ersetzt.

Für die Nachfertigung zeichnete Hans Schlittler, Bild- und Steinhauer in Niederurnen, verantwortlich. Masse, Schrift und Motiv hat er dem alten Gedenkstein entsprechend angefertigt. Bei der Montage des 400 Kilo schweren Monuments packten die Mitarbeiter des Linthwerks mit an. Die Gemeinde Benken und die Linthverwaltung beteiligen sich je hälftig an den Kosten.


Gedenkstein

Rund 400 Kilo wiegt der von Bildhauer Hans Schlittler nachgebildete Gedenkstein.

 

22.04.15 / Pressestelle Linthwerk, Lachen