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Links: Schubkarre für Arbeiten an den Steinwuhren. Rechts: Faschinen aus der Bauzeit des Linthkanals.

Römische Balken im Bereich der Maagmündung

Im Januar 2011 war der linthseitige Teil der Maagmündung nahezu auf Projekttiefe (ca. 6 m unter der Oberfläche) ausgebaggert. Dabei kamen im Kies zwei mehrere Meter lange, bearbeitete Balken zum Vorschein, die parallel zur Linth lagen. Wenige Wochen später konnte der Baggerführer etwas weiter landeinwärts auf derselben Tiefe eine grosse Bodenscherbe einer römischen Reibschale bergen.

Die beiden Eichenholz-Balken waren ca. 8.5 m und 6 m lang. Das Alter konnte mit Hilfe der Jahrringe ermittelt werden: Der letzte Jahrring des längeren Balkens stammt aus dem Jahr 52 n. Chr., jener des kürzeren Balkens aus dem Jahr 15. Da bei beiden Balken die Waldkante (Rinde) und der Splint (die äussersten Jahrringe) fehlen, kann das Fälldatum der Bäume nicht genau festgestellt werden. Vermutlich wurden sie in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts geschlagen und verbaut.

Die Balken sind im Querschnitt rechteckig (30 x 20 cm). Jeweils eine Schmalseite weist über die ganze Länge einen Absatz von 12 cm Breite und 6 cm Tiefe auf. Wozu die Balken gedient haben, ist nicht bekannt. Es könnte sich um Teile einer Brücke handeln.

Berichte der Archäologen

Schlussbericht Linthkanal PDF >

Schlussbericht Escherkanal PDF >

Zusammenfassung PDF >

Archäologie Linth 2000 – Impressionen PDF >

Schlussbericht Kiesentnahmestelle Gäsi PDF >

Historische Vermessungspunkte im Gäsi PDF >